Weil gerade mal wieder so eine Politik-Größe ihre Verachtung für den Nichtwähler ausgedrückt hat mit den Worten
“Nichtwähler haben aber das Recht verloren, sich später zu beklagen.”
nochmal langsam und zum Copypasten: Es ist genau umgekehrt. Wer wählt, hat hernach die Klappe zu halten, schließlich trägt er Mitverantwortung für das, was nach einer Wahl passiert. Wer wählt, hat ja sogar förmlich seine Stimme abgegeben, an irgendwen, der damit – ob nun im Bundestag oder als APO – die nächsten vier Jahre tut, was ihm sein Gewissen oder ein gewisses Etwas sagt.
Der Nichtwähler (bzw. der Ungültigwähler), der von vornherein bekannt hat, dass er keinem dieser “Angebote” seine demokratische Unterstützung geben will, hat nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht, den unseren Pseudo-Wahlen entspringenden Politikzirkus nach Kräften zu kritisieren, schließlich geht es hier nicht um Petitessen, es geht um Leben und Tod, um Arm und Reich, um Leben oder Vegetieren im Diesseits, es geht schlicht um alles – fressen, ficken, fernsehen.

Dem Nichtwähler per se eine Intention in seinem Tun zu unterstellen halte ich für sehr weit hergeholt. Der Nichtwähler ist eine heterogene Masse, die sich nicht nur aus politikverdrossenen, sondern auch aus uninteressierten, faulen, was auch immer Gruppen zusammensetzt. Mit den meisten von denen würde ich nicht unbedingt die Diskussion suchen…
Eine Nichtteilnahme an der Wahl hat von vorneherein einmal rein gar keine Aussagekraft.
Außerdem gibt es immernoch die Möglichkeit ungültig zu wählen, was eine wesentlich kraftvollere Aussage ist als überhaupt nicht zu wählen (“ich bin wirklich hingegangen und habe gewählt”).
Sicherlich muss unsere Gesellschaft Nichtwähler aushalten und ebenfalls wenn diese sich zu Wort melden – jemand der nicht wählt, weil er meint es sei alles nur Zirkus, ist für mich aber kein Gesprächspartner, so wie ich ihn suche…
Meine 2 Cent fünzig
Grüße
Ralph
Ebenfalls sehr weit hergeholt ist ja wohl die Ansicht, dass jeder, der zur Wahl geht, für vier Jahre keine Meinung mehr zu politischen Vorgängen äußern dürfe. Ich kann mich nicht erinnern, jemals bei einer Wahl eine entsprechende Verzichtserklärung mit abgegeben zu haben… Die Umkehrung der Argumentation ist genauso albern wie die Argumentation selbst.
wie auch immer wenn euch was nicht passt sagt was, macht was oder mact weiter die augen zu und steht dennen nicht im weg die versuchen was zu ändern. und mit etwas glück kommt bei dennen dann auch irgendwann der zündende moment oder es nervt sie einfach ständig angerämpelt zu werden! IM KLARTEXT: geht wählen (was ist mir eigentlich scheiß ega)!!!
aber wer zur heutigen zeit, in der die angst und panik mache an der substanz dessen nagt was uns zu freien menschen macht, der meinung ist das nach dem kreuzchen setzen seine verantwortung gegenüber dem zukünftigen zeiten ended hat meiner meinung nach sich selbst aufgegeben.