Archiv für die Kategorie ‘Blogs’

Beitrag zur Uferlosigkeit, heute: Sprachpapst fordert Schweigen

Sonntag, 30. Mai 2010

“Es ist noch nie so uferlos geschrieben worden, ohne die geringste Frage, ob das überhaupt eine Chance hat, gelesen zu werden. Da nun so wahnsinnig viel mehr geschrieben wird, und da der Bildschirm zu einer flüchtigeren Lektüre einlädt als das Papier, ist das Problem, gelesen zu werden, so groß, wie es noch nie war.” (Wolf Schneider, der anstrengende Sprachzuchtmeister, bei FR-online über “das Internet [mit seiner] Einladung zu uferloser Geschwätzigkeit”).

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Ein Twitter-Experiment

Freitag, 28. Mai 2010

Das sind doch mal klare Zahlen: Mario Schneider, Experte fürs Geldmachen im Internet, beklagt, dass von seinen angeblich 6500 Twitter-Lesern im Schnitt nur 30 einem Link in seinen Beiträgen folgen – sich also für das interessieren, auf was er da verweist. Man kann davon ausgehen: viel mehr werden es auch nicht sein, die überhaupt lesen, was er schreibt. Denn wie soll das auch gehen, selbst wenn sich jeder Twitter-Nutzer nur ganz sporadisch äußert.

Nun hat Schneider alle Kontakte gekillt – “entfollowt”. Drei Wochen dauert sein Sabbat. Danach will er wieder einsteigen.

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Krawallblogger

Dienstag, 05. Januar 2010

Der zu Bloghochform auflaufende Kai Diekmann, Chefredakteur Bild-Zeitung, und der GEZ-Kritiker Bernd Höcker sind nicht nur beide “Anwalts Liebling”, sondern nach Anwalt Kompa’s Meinung ebenbürtige Blogger – nämlich Berliner bzw. verdachtsberichterstattende “Krawallblogger”.

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Twitter rudimentär

Dienstag, 03. November 2009

Die extrem beschissene Suchfunktion*) bei Twitter trägt nicht gerade zur Sinnerschließung des Dienstes bei.
*)= bzw. die Unmöglichkeit, Informationen wie “Name” überhaupt vollständig und damit auffindbar anzugeben.

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Der Blog darf das

Montag, 28. September 2009

Dass im Duden unter “Blog” “das, auch der” steht, ficht die fanatischen Neutrum-Verfechter bisher wenig an. Nun hat sich Herr Scholze-Stubenrecht (der keine Figur von Loriot ist) dazu im Korrekturen-Blog ausführlich geäußert.

Jedenfalls ist festzustellen, dass derzeit einerseits „das Weblog“ noch häufiger geschrieben wird als „der Weblog“, während andererseits „der Blog“ – wie Sie selbst schon beobachtet haben – mittlerweile immer öfter an die Stelle von „das Blog“ tritt. Sollte dieser Trend anhalten, wird er künftig auch in unseren Wörterbüchern einen entsprechenden Niederschlag finden müssen.

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Blog mit finanzieller Verarschungs-Ansage

Freitag, 25. September 2009

Okay, nun also die “Blogjournalisten”. Ein weiteres Angebot im Netz, bei dem Autoren schreiben dürfen. Solche Plätze gibt es jede Menge, wäre also nicht weiter der Rede wert – wenn nicht das Business-Konzept aufhorchen ließe:

Denn da die Blogjournalisten erst gar nicht versuchen, Gemeinnützigkeit herbeizureden, sollen Autoren auch etwas mit ihren Texten verdienen können. Das ist ein Punkt, an dem sich ein innovatives Online-Projekt mit den geschmähten uralten Papiermedien messen lassen muss.

Bei klassischen journalistischen Erzeugnissen ist die Journalismuserzeugung wichtigster Kostenfaktor. Distribution und Trallala kommen danach, machen ohne das Produkt, das auf den Markt soll, keinen Sinn.

Doch wie sehen das die Damen und Herren Blogjournalisten? “Die Top 25 der Autoren bekommen nach Ablauf eines Jahres jeweils 1% des erwirtschafteten Gewinns.”

Honoriert werden demnach von allen Beiträgern überhaupt nur 25 – die 25 Meistgelesenen. Und auch diese bekommen keine feste Gage für ihr Gastspiel und keine Umsatzbeteiligung – nein, ihnen steht etwas vom Gewinn zu. Sie sind also nicht Teil des Betriebes, sondern sowas wie stimmrechtlose Aktionäre: sie inestieren, und wenn die Macher damit Gewinn erwirtschaften, gibt es ein bisschen was von diesem Gewinn.

Müßig zu sagen, dass Gewinn nicht anfallen muss, solange die Firma andere Ideen hat, zu expandieren etwa. Oder weil es weiterhin keinen Grund gibt, die paar Schnipsel von Claudia Roth und anderen auf Blogjournalisten.de zu lesen. Denn das Konzept ist intellektuell niederschwellig. “Kann hier jeder schreiben? Jeder, der sich als Autor angemeldet hat, kann eine Story verfassen. Veröffentlicht wird sie jedoch nur, wenn sie an unserem Chefredakteur vorbeikommt.”

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Wichtich ist nicht, was er sacht, wichtich ist: wo

Freitag, 18. September 2009

Bei Wahnsinn Deutschland stand noch gar nichts zu dem Skandal, dass der Piraten-Pressesprecher Andreas Popp der “Jungen Freiheit” ein Interview gegeben hat,  was u.a. dämlich arrogante Kommentare aus dem Aufmerksamkeits- und Meinungskartell von Sixtus und Lobo provozierte und Belehrungen aller Art nach sich zieht. Dabei ist es für die Bewertung der Piraten-Politik wohl reichlich scheißegal,wo sie ihre Thesen debattieren, und da auch der rechte Sumpf wählen geht – warum nicht auch dort. Das Interview selbst ist jedenfalls ganz okay.

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Mutige Twitterer

Freitag, 18. September 2009

Dass die Live-Schaltung von Twitter-Beiträgen zu den Stichwörtern #amoklauf #ansbach auf Bild.de von einigen Knallnasen benutzt wurde, um über diesen Ticker die Bild-Zeitung zu kritisieren, besagt: gar nichts.

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Der Kress ist nicht bei Twitter

Freitag, 28. August 2009

Natürlich kann man es auf die doofe Suchfunktion schieben, vom Ergebnis her bleibt es aber ein Userfehler, wenn sich die Leute vom Medienfachdienst “Kress” bei Twitter nicht mit “Kress” finden lassen, weil sie “KressZwitscher” heißen und auf  einen Solo-Kress bei Vor- und Zuname verzichtet haben.

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Twitter für Ganzdoofe

Donnerstag, 20. August 2009

Ganz peinliche Nummer, wenn Journalisten einen popeligen Microblogger anzapfen müssen, um zu erfahren, was gerade im Polizeifunk läuft. früher hat da jeder Lokaljournalist selbst sein Ohr reingehängt. (Wie das dann mit dem Digitalfunk werden wird, wissen aber selbst die gewieften Blaulichtreporter noch nicht…)
Ach ja: Mit Twitter hat das Ganze natürlich überhaupt nichts zu tun. Oder entdeckt morgen jemand, dass auf Papier nicht nur Liebes-, sondern auch Erpresserbriefe geschrieben werden können?

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